Versicherer & TarifeAktualisiert am 25. September 2026 · 15 Min. Lesezeit

Sealogy Bootsversicherung: Leistungen, Kosten und TOP-Tarife im Überblick

Kurz erklärt

Die Sealogy Bootsversicherung umfasst unter anderem eine TOP Yacht-Haftpflicht und eine TOP Yacht-Kasko. Die Haftpflicht schützt vor Schadensersatzansprüchen Dritter, die Kasko versichert die eigene Yacht gegen Verlust und Beschädigung im vereinbarten Umfang. Stark sind vor allem die ausdrücklich unanfechtbare feste Taxe, der Verzicht auf Abzüge „neu für alt“ bei Teilschäden und zusätzliche Bergungs- und Entsorgungskosten bis zwei Millionen Euro. Einschränkungen gibt es unter anderem bei grober Fahrlässigkeit (Verzicht nur bis 5.000 Euro Schadenhöhe) und bei Maschinen- und Elektronikschäden.

Wer ein Sealogy-Angebot für sein Boot prüft, sollte nicht nur auf den Beitrag schauen. Im Schadenfall entscheiden Versicherungssummen, Fahrtgebiet, Selbstbeteiligung und die Bedingungen für Maschinen, Zubehör und die konkrete Nutzung des Bootes darüber, was tatsächlich ersetzt wird.

Wir haben die Sealogy-Produktinformationen sowie die besonderen Bedingungen YHB TOP (Haftpflicht) und YKB TOP (Kasko) ausgewertet und zeigen, worauf es beim Vergleich ankommt.

Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber behandelt die ausgewerteten Sealogy-Produktinformationen sowie die besonderen Bedingungen YHB TOP und YKB TOP. Ergänzende Klauseln werden ausdrücklich als solche beschrieben. Maßgeblich für den Versicherungsschutz sind die tatsächlich vereinbarten Vertragsunterlagen: Nachträge, Police und darin genannte Klauseln haben nach den Allgemeinen Bedingungen Vorrang vor den besonderen Bedingungen und Produktinformationen.

Was ist die Sealogy Bootsversicherung?

Sealogy ist nach der eigenen Kundeninformation ein auf Yachtversicherungen spezialisierter Assekuradeur. Das Unternehmen entwickelt Versicherungskonzepte und setzt diese gemeinsam mit Versicherern um. Sealogy handelt dabei mit Vollmachten der beteiligten Versicherer – der jeweilige Risikoträger wird in der Police genannt.

Bei den hier betrachteten TOP-Produkten werden zwei unterschiedliche Risiken abgesichert:

ProduktWas wird abgesichert?Vertragsgrundlage
Sealogy TOP Yacht-HaftpflichtGesetzliche Haftpflichtansprüche aus Halten, Besitz oder Gebrauch der versicherten Yacht und ihrer BeibooteYHB TOP
Sealogy TOP Yacht-KaskoPhysischer Verlust und Beschädigung der versicherten Yacht einschließlich der vereinbarten mitversicherten SachenYKB TOP

Die Haftpflicht betrifft damit vor allem Ansprüche anderer Personen. Die Kasko schützt dagegen das eigene Boot und die nach den Bedingungen beziehungsweise der Police mitversicherten Gegenstände. Wie sich Haftpflicht und Kasko grundsätzlich unterscheiden, erklären wir ausführlich im Ratgeber zur Yacht-Kaskoversicherung.

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Was deckt die Sealogy TOP Yacht-Haftpflicht ab?

Die Sealogy TOP Yacht-Haftpflicht umfasst die Prüfung der Haftpflichtfrage, die Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche und die Freistellung von berechtigten Schadensersatzverpflichtungen. Der Versicherungsschutz bezieht sich auf die gesetzliche Haftpflicht aus der versicherten Yacht und ihren Beibooten im vereinbarten Fahrtgebiet.

Zu den eingeschlossenen Leistungen gehören unter anderem:

LeistungRegelung der Sealogy TOP Yacht-Haftpflicht
Berechtigte BootsführerSkipper und weitere zur Bedienung berechtigte Personen sind bei ihrer Tätigkeit auf der Yacht mitversichert
BeibooteBesitz und Verwendung von Beibooten mit Hilfsmotor bis 60 PS
WassersportGesetzliche Haftpflicht aus dem Ziehen von Wasserskiläufern und Schirmdrachenfliegern
SegelregattenHaftpflichtschäden bei der Teilnahme sowie bei damit zusammenhängenden Überführungen und Transporten
HilfeleistungBestimmte Schäden am hilfsbedürftigen Boot, wenn dessen Besatzung zur Hilfe aufgefordert hat

Für einzelne Erweiterungen gelten zusätzliche Voraussetzungen. Beispielsweise ist die persönliche Haftpflicht des gezogenen Wasserskiläufers nur nachrangig zu einer bestehenden Haftpflichtversicherung und während des Schleppens eingeschlossen.

Sind Mietsachschäden und Gewässerschäden versichert?

Schäden an gemieteten Einstellräumen und Steganlagen können eingeschlossen sein, wenn diese zur Unterbringung beziehungsweise Aufbewahrung der Yacht oder ihrer Beiboote angemietet wurden. Hierfür sehen die Bedingungen eine Selbstbeteiligung von 250 Euro je Schaden vor.

Auch bestimmte Gewässerschäden sind versichert. Bei Schäden durch einen leck gewordenen Kraftstofftank muss unter anderem nachgewiesen werden, dass der Gewässerschaden plötzlich und unvorhersehbar sowie zeitlich und örtlich bestimmbar entstanden ist. Für die in diesem Zusammenhang eingeschlossenen öffentlich-rechtlichen Forderungen gilt eine Grenze von 15.000 Euro. Diese Grenze ist nicht mit der allgemeinen Haftpflicht-Deckungssumme gleichzusetzen.

Wie hoch ist die Deckungssumme?

Die allgemeine Versicherungssumme ergibt sich aus der jeweiligen Police. Das ausgewertete Bedingungswerk legt hierfür keine einheitliche Summe für sämtliche Verträge fest. Sofern nichts anderes vereinbart wurde, sind die Leistungen für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres auf das Zweifache der vereinbarten Versicherungssummen begrenzt.

Für die USA besteht eine besondere Einschränkung: Dort sind Personen- und Sachschäden auf eine Million Euro einschließlich Rechtsberatungs- und Gerichtskosten begrenzt. Eine erforderliche Sicherheitsleistung bei vorläufiger Beschlagnahme der Yacht in einem ausländischen Hafen ist bis 75.000 Euro mitversichert.

Sind Ansprüche innerhalb der Crew eingeschlossen?

Bestimmte Haftpflichtansprüche mitversicherter Personen untereinander sind eingeschlossen. Für Personenschäden bestehen jedoch Einschränkungen bei Arbeitsunfällen und der Wahrnehmung von Pflichten für den Versicherungsnehmer. Sachschäden müssen mehr als 150 Euro betragen; Schäden an der versicherten Yacht, ihrer Ausrüstung und ihrem Zubehör sind über diese Erweiterung nicht versichert. Ein pauschaler Schutz für sämtliche Ansprüche innerhalb der Crew lässt sich daraus nicht ableiten.

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Enthält die Sealogy Yacht-Haftpflicht eine Absicherung für Charter-Skipper?

Die TOP Yacht-Haftpflicht enthält eine Erweiterung für das Führen oder Bedienen fremder Wasserfahrzeuge, die der Versicherungsnehmer gechartert, unentgeltlich geliehen oder aus Gefälligkeit übernommen hat. Es handelt sich um eine Erweiterung innerhalb der Yacht-Haftpflicht – nicht um einen eigenständigen Chartertarif wie eine separate Skipperhaftpflicht.

Für Schäden an der fremden Yacht selbst gelten klare Grenzen:

MerkmalRegelung
Beschädigtes ObjektGecharterte, geliehene oder aus Gefälligkeit geführte Yacht einschließlich Ausstattung, Inventar und Zubehör
Versicherte SchadenverursachungGrobe Fahrlässigkeit
VersicherungssummeBis 100.000 Euro
Selbstbeteiligung2.500 Euro je Schaden
Verhältnis zu anderen VersicherungenNachrangige, sogenannte subsidiäre Deckung

Ein lediglich einfach fahrlässig verursachter Schaden am Charterboot ist über diese spezielle Erweiterung nicht eingeschlossen. Außerdem ist die Regelung kein Ersatz für eine Charter-Kautionsversicherung, die die beim Vercharterer hinterlegte Kaution absichert.

Für Eigner, die neben dem eigenen Boot auch fremde Yachten führen, kann diese Erweiterung relevant sein. Vor einem Chartertörn sollte jedoch geprüft werden, ob Versicherungssumme, Selbstbeteiligung und die nachrangige Leistung zur konkreten Chartervereinbarung passen. Zum Vergleich: Die ADAC Skipper- und Crew-Haftpflicht nennt für grob fahrlässig verursachte Schäden am Charterboot bis zu 500.000 Euro. Wann eine eigenständige Skipperhaftpflicht sinnvoll ist, erklären wir im Ratgeber Skipperhaftpflicht: Wann ist sie nötig?

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Eine eigenständige Skipperhaftpflicht kann – je nach Tarif – höhere Summen für Schäden an der Charteryacht, Charterausfall und Regressforderungen einschließen. Vergleiche die Tarife verschiedener Anbieter.

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Was deckt die Sealogy TOP Yacht-Kasko ab?

Die Sealogy TOP Yacht-Kasko ist als Allgefahrendeckung ausgestaltet. Versichert sind physischer Verlust und Beschädigung der in der Police beschriebenen Yacht einschließlich der vereinbarten Maschinenanlage, Ausrüstung, Beiboote, des Inventars, Zubehörs und persönlicher Effekten. Die Deckung umfasst auch einen tatsächlichen oder wirtschaftlichen Totalverlust – jeweils innerhalb der Bedingungen und Versicherungssummen.

Wichtige Leistungsmerkmale im Überblick:

LeistungRegelung der Sealogy TOP Yacht-Kasko
Feste TaxeDie vereinbarten Versicherungssummen gelten als unanfechtbare feste Taxe
UnterversicherungDer Einwand der Unterversicherung ist ausgeschlossen
Abzüge „neu für alt“Keine solchen Abzüge bei den notwendigen Wiederherstellungskosten versicherter Teilschäden
Bergung und EntsorgungUnter Voraussetzungen zusätzlich bis zwei Millionen Euro
Schadenabwendung und SchadenminderungAngemessene Aufwendungen zusätzlich bis 50 Prozent der Versicherungssumme
Inspektion nach GrundberührungKostenübernahme nach Rücksprache ohne Selbstbeteiligung

Diese Merkmale ergeben sich aus den Regelungen zum Versicherungsumfang und zur Entschädigung. Sie gelten nicht losgelöst von den übrigen Voraussetzungen und Ausschlüssen des Vertrags.

Welche Voraussetzungen gelten für Bergung und Wrackbeseitigung?

Die Grenze von zwei Millionen Euro gilt zusätzlich zur Versicherungssumme. Eingeschlossen können auch erfolglose Bergungsmaßnahmen sein.

Voraussetzung ist unter anderem, dass ein versichertes Ereignis vorausgegangen ist, die Versicherung die Bergung veranlasst oder bestätigt hat und der Versicherungsnehmer zur Wrackbeseitigung beziehungsweise Kostenübernahme verpflichtet ist. Die Deckung gilt nachrangig gegenüber einer anderen Versicherung für dasselbe Risiko. Eine unbegrenzte Kostenübernahme für jede Bergungsmaßnahme ist damit nicht verbunden.

Sind persönliche Gegenstände und Zubehör automatisch mitversichert?

Nicht uneingeschränkt. Für Beiboote, Trailer, Leichtwind- und Laminatsegel, Inventar, persönliche Effekten sowie nicht fest eingebaute Ausrüstung und Zubehör gilt: Bei einem Einzelwert über 500 Euro müssen die Gegenstände zuvor mit ihrem Wert angezeigt und in der Police separat benannt sein.

Für nicht benanntes Inventar, persönliche Effekten, nicht fest eingebaute Ausrüstung und Zubehör ist die Versicherungssumme insgesamt auf zwei Prozent der Yacht-Versicherungssumme begrenzt. Bei einer Versicherungssumme von 150.000 Euro entspricht das beispielsweise 3.000 Euro. Die Anmeldepflicht für Gegenstände über 500 Euro bleibt davon unberührt.

Geld, Uhren, Schmuck und Kunstgegenstände sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern die Police nichts anderes vorsieht. Hochwertige mobile Ausrüstung wie Tablets, Handfunkgeräte oder Leichtwindsegel sollte deshalb vor Vertragsabschluss einzeln geprüft und gegebenenfalls in der Police benannt werden.

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Feste Taxe bei Sealogy: Was bedeutet „unanfechtbar“?

Die TOP-Kaskobedingungen bezeichnen die vereinbarten Versicherungssummen ausdrücklich als unanfechtbare feste Taxe. Zusätzlich schließen sie den Einwand der Unterversicherung aus. Bei Totalverlust oder wirtschaftlichem Totalschaden erfolgt die Entschädigung nach der vertraglichen Neuwertregelung, begrenzt auf die vereinbarte Taxe.

Für den Vergleich ist diese konkrete Formulierung wichtiger als die bloße Werbeaussage „mit fester Taxe“. Denn nicht jede Feste Taxe am Markt ist gleich weitreichend: Beim ADAC wird die Versicherungssumme beispielsweise als „Feste Taxe gemäß § 76 VVG“ bezeichnet, bei der Helvetia greifen bei älteren Booten Zeitwertregelungen. Eine ausdrücklich unanfechtbare Taxe geht hier weiter.

Die Neuwertregelung bedeutet allerdings nicht, dass unabhängig von der Versicherungssumme eine beliebig teure neue Yacht bezahlt wird. Die vereinbarte Taxe bleibt die Obergrenze. Außerdem sehen die Bedingungen die Anrechnung erzielbarer Restwerte und besondere Regelungen zur Erstattung der Umsatzsteuer vor.

Gerade bei älteren oder hochwertigen Yachten kann die Ausgestaltung der Festen Taxe im Totalschaden mehrere zehntausend Euro Unterschied ausmachen. Im NauticAssure-Vergleichsrechner siehst du neben dem Beitrag auch wichtige Leistungsmerkmale der Kaskotarife.

Verzichtet Sealogy auf Abzüge „neu für alt“?

Ja. Bei versicherten Teilschäden werden die notwendigen Wiederherstellungskosten nach den TOP-Kaskobedingungen ohne Abzüge „neu für alt“ ersetzt. Der Versicherer kann dabei nach dem kostengünstigsten Angebot eines Fachbetriebs oder auf Grundlage eines Sachverständigengutachtens abrechnen.

Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob die Schadenursache überhaupt versichert ist. Ein Verzicht auf Altersabzüge macht aus gewöhnlichem Verschleiß keinen versicherten Schaden. Die Bedingungen schließen Abnutzung an den unmittelbar betroffenen Teilen aus, sehen aber für daraus entstehende Folgeschäden an der Yacht eine gesonderte Regelung vor.

Welche Einschränkungen der Sealogy TOP-Kasko sind besonders wichtig?

Grobe Fahrlässigkeit: Verzicht nur bis 5.000 Euro Schadenhöhe

Der Versicherer verzichtet bis zu einer Schadenhöhe von 5.000 Euro auf den Einwand grober Fahrlässigkeit. Darüber hinaus sehen die Bedingungen bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls eine Kürzung entsprechend der Schwere des Verschuldens vor.

Die Regelung ist kein unbegrenzter Verzicht auf Leistungskürzungen bei grober Fahrlässigkeit. Ebenso lässt sich daraus nicht ableiten, dass bei jedem größeren Schaden zumindest die ersten 5.000 Euro automatisch ungekürzt bezahlt werden. Andere Bedingungswerke setzen die Grenze höher an – bei der Helvetia und der NAUTIMA Bootsversicherung liegt sie beispielsweise bei 10.000 Euro.

Maschinen und Elektronik: Nicht jeder technische Defekt ist gedeckt

Für Schäden an der maschinellen und elektronischen Einrichtung gilt eine gesonderte Regelung. Versicherungsschutz besteht nach dem ausgewerteten Standardwortlaut nur bei bestimmten Ursachen, beispielsweise Brand, Kurzschluss, Blitzschlag, Sturm, Diebstahl, Sinken, Kentern oder Zusammenstoß. Abweichende Vereinbarungen müssen in der Police dokumentiert sein.

Ein technischer Defekt ist damit nicht allein deshalb versichert, weil die Yacht-Kasko als Allgefahrendeckung bezeichnet wird.

Unbemanntes Liegen vor offener Küste

Die Bedingungen schließen Schäden aus, die auftreten, während Yacht oder Beiboot an der offenen Küste unbemannt länger als 24 Stunden oder bei Windgeschwindigkeiten von mehr als drei Beaufort bleiben. Es handelt sich um zwei alternative Voraussetzungen; sie müssen nicht gleichzeitig vorliegen.

Diese Klausel sollte besonders dann geprüft werden, wenn das Boot während längerer Landaufenthalte unbeaufsichtigt vor offener Küste liegen soll. Schon ein Landgang bei auffrischendem Wind kann ausreichen, damit der Ausschluss greift.

Diebstahl: Schutz nicht für jede Form des Abhandenkommens

Die Diebstahldeckung ist eingeschränkt. Ausnahmen vom Ausschluss bestehen insbesondere für Einbruchdiebstahl, den Diebstahl der Yacht sowie den Diebstahl ordnungsgemäß vertäuter Rettungsinseln und Beiboote in der Saison. Einfacher Diebstahl beliebiger Ausrüstungsgegenstände ist damit nicht pauschal abgesichert.

Osmose: Eng begrenzte Ausnahme

Osmoseschäden sind grundsätzlich ausgeschlossen. Eine Ausnahme setzt unter anderem voraus, dass der Schaden innerhalb der ersten 36 Monate nach Fertigstellung des Bootes erkennbar wird und vor der ersten Wasserung ein fachgerecht ausgeführter Osmoseschutzanstrich vorhanden war. Zusätzlich muss die Durchsetzung von Gewährleistungs- und Garantieansprüchen erfolglos geblieben sein. Die Frist beginnt somit nicht erst mit dem Abschluss der Versicherung.

Gewerbliche Nutzung und besondere Risiken

Die TOP-Kasko geht grundsätzlich von privater, sportlicher oder Freizeitnutzung aus. Ein anderer Verwendungszweck, etwa die Nutzung als Charteryacht, muss ausdrücklich in der Police benannt sein. Motorbootrennen einschließlich zugehöriger Übungsfahrten sind ausgeschlossen.

Für schnelle Motorboote ist außerdem eine separate Haftpflichtregelung relevant: Die TOP-Haftpflicht schließt Ansprüche aus Schäden aus, die bei einer Geschwindigkeit von mehr als 43 Knoten verursacht wurden.

Welche Selbstbeteiligung gilt bei Sealogy?

Die reguläre Selbstbeteiligung der TOP-Kasko steht in der Police und gilt grundsätzlich je Schadenfall. Die Bedingungen enthalten jedoch Ausnahmen, beispielsweise beim Totalverlust der Yacht und bei bestimmten ausschließlich von Dritten schuldhaft verursachten Transport-, Kollisions- und Brandschäden.

Zusätzlich gibt es einen Loyalitätsbonus: Ist die Yacht fünf Jahre oder länger bei Sealogy schadenfrei versichert, reduziert sich die vereinbarte Selbstbeteiligung im Schadenfall um 50 Prozent. Das ist eine Reduzierung des Selbstbehalts und nicht automatisch ein Beitragsrabatt.

Die Höhe der Selbstbeteiligung wirkt sich direkt auf den Beitrag aus. Im Vergleichsrechner kannst du verschiedene Selbstbeteiligungen durchrechnen und siehst sofort, wie sich die Beiträge der einzelnen Versicherer verändern.

Sind Assistance-Leistungen und SeaHelp enthalten?

Die TOP-Kaskobedingungen sehen bei unvorhersehbarer Erkrankung des Skippers im Ausland nach Entscheidung des Versicherers die Organisation und Kostenübernahme für einen Ersatzskipper vor. Die Leistung ist auf 1.100 Euro für die Rückführung zum Ausgangs- oder Zielhafen begrenzt und erfolgt ohne Selbstbeteiligung.

Eine SeaHelp-Mitgliedschaft ist dagegen optional. Die Kosten werden nach den Bedingungen übernommen, wenn die Mitgliedschaft in der Police aufgeführt ist. Sie sollte daher nicht als automatisch enthaltene Leistung jeder Sealogy-Kaskoversicherung verstanden werden.

Wo gilt die Sealogy Bootsversicherung?

Der räumliche Versicherungsschutz richtet sich nach dem in der Police genannten Fahrtgebiet. Eine weltweite Deckung lässt sich aus der Bezeichnung „TOP“ nicht ableiten.

Die Allgemeinen Bedingungen schließen übliche Aufenthalte der Yacht zu Wasser und an Land sowie das Anlandnehmen, Zuwasserlassen und Slip- und Kranvorgänge ein. Eine beabsichtigte Fahrtgebietserweiterung muss vorab angezeigt werden, damit gegebenenfalls Beitrag, Bedingungen oder Selbstbeteiligung angepasst werden können.

Für Transporte gelten eigene Voraussetzungen. Land- und Flusstransporte sowie Fährtransporte der getrailerten Yacht können innerhalb Europas beziehungsweise eines vereinbarten weiteren Fahrtgebiets eingeschlossen sein. Für Seetransporte der Yacht selbst verlangen die Bedingungen hingegen eine separate Transportdeckung; der Schutz aus der Yachtversicherung ist hierzu nachrangig.

Kann die Karibik einschließlich Atlantiküberquerung eingeschlossen werden?

Die ausgewerteten Unterlagen enthalten eine zusätzliche Klausel 1006 für eine temporäre Fahrtgebietserweiterung in die Karibik einschließlich transatlantischer Passagen. Diese Klausel ist nicht mit einer uneingeschränkten weltweiten Standarddeckung gleichzusetzen; ihre Einbeziehung und die konkrete Reiseplanung müssen anhand der Police geprüft werden.

Die Klausel enthält festgelegte Routen und Zeitfenster, geografische Ausschlüsse sowie Anforderungen an Crew und Ausrüstung. Unter anderem sind Schäden durch benannte tropische Stürme ausgeschlossen. Auch die Hoheitsgewässer bestimmter Länder, darunter Kolumbien, sind nicht eingeschlossen.

Vorgeschrieben sind außerdem ein Satellitentransponder und ein Satellitentelefon. Für Schäden im Rahmen dieser Erweiterung gilt der dreifache Selbstbehalt der Police, mindestens jedoch 3.000 Euro je Schadenfall.

Was kostet die Sealogy Bootsversicherung?

Einen einheitlichen Preis für die Sealogy TOP-Tarife gibt es nicht. Bei der Haftpflicht beeinflussen beispielsweise Bootstyp, Motorleistung beziehungsweise Segelfläche und Versicherungssumme den Beitrag. Bei der Kasko kommen insbesondere Bootswert, Baujahr, Selbstbeteiligung, Fahrtgebiet und der bisherige Schadenverlauf hinzu.

Am schnellsten kommst du über den NauticAssure-Vergleichsrechner zu einem konkreten Beitrag. Statt einzelne Angebote anzufragen, siehst du in wenigen Minuten, was eine Bootsversicherung für dein Boot kostet – und wie sich die Beiträge verschiedener spezialisierter Versicherer zueinander verhalten.

So funktioniert der Vergleich:

  • Absicherung wählen: Bootshaftpflicht, Bootskasko oder beides zusammen.
  • Bootsdaten eingeben: Bootstyp, Baujahr, Wert, Motorleistung oder Segelfläche, Fahrtgebiet und gewünschte Selbstbeteiligung.
  • Tarife vergleichen: Beiträge und wichtige Leistungsmerkmale mehrerer Versicherer nebeneinander sehen – nicht nur den Preis.

Der Vorteil: Alle Tarife beruhen auf denselben Angaben – demselben Boot, identischen Versicherungssummen, demselben Fahrtgebiet, derselben Nutzung und derselben Selbstbeteiligung. Genau das ist die Voraussetzung für einen fairen Preisvergleich. Andernfalls kann ein niedrigerer Beitrag schlicht mit einem geringeren Leistungsumfang verbunden sein.

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Sealogy Bootsversicherung vergleichen: Worauf kommt es an?

Bei der Sealogy TOP-Kasko sind insbesondere die unanfechtbare feste Taxe, der Unterversicherungsverzicht und der Verzicht auf Abzüge „neu für alt“ relevante Vergleichsmerkmale. Ihnen stehen konkrete Begrenzungen gegenüber, etwa bei grober Fahrlässigkeit und Maschinen- beziehungsweise Elektronikschäden.

Für die Auswahl sollte deshalb nicht allein entscheidend sein, wie viele Leistungen ein Tarif nennt. Wichtiger ist, ob seine Regelungen zur tatsächlichen Nutzung passen:

  • Bleibt das Boot häufiger unbeaufsichtigt vor Anker?
  • Gibt es hochwertige mobile Ausrüstung an Bord?
  • Werden regelmäßig fremde Yachten oder Charterboote geführt?
  • Sind längere Auslandsreisen, eine Atlantiküberquerung oder eine gewerbliche Nutzung geplant?
  • Ist das Boot ein schnelles Motorboot, bei dem die 43-Knoten-Grenze relevant werden kann?

Einen Überblick über weitere spezialisierte Anbieter und die wichtigsten Vergleichskriterien findest du auf unserer Seite zum Bootsversicherungsvergleich sowie in unseren Ratgebern zu Pantaenius, NAUTIMA, Helvetia und der ADAC Wassersportversicherung.

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Du hast bereits ein Sealogy-Angebot oder möchtest deine bestehende Bootsversicherung überprüfen? Im NauticAssure-Vergleichsrechner stellst du verschiedene Anbieter gegenüber – mit Blick auf die Leistungen, die im Schadenfall zählen.

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Sealogy Bootsversicherung kündigen: Welche Frist gilt?

Nach den Allgemeinen Bedingungen beträgt die Vertragsdauer grundsätzlich ein Jahr, sofern in der Police nichts anderes vereinbart wurde.

Der Vertrag verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens drei Monate vor Ablauf von einer Vertragspartei in Textform gekündigt wird. Abweichende Kündigungsmodalitäten können in der Police vereinbart sein. Maßgeblich sind deshalb immer der individuelle Versicherungsablauf und die Regelungen des eigenen Vertrags.

Du willst wechseln? Berechne rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist im Vergleichsrechner, welche Alternativen für dein Boot infrage kommen – so vermeidest du eine Lücke im Versicherungsschutz.

Fazit

Die Sealogy TOP-Tarife enthalten wichtige Leistungen für Yachteigner. Bei der Kasko fallen insbesondere die ausdrücklich unanfechtbare feste Taxe, der Verzicht auf Abzüge „neu für alt“ und die zusätzliche Absicherung bestimmter Bergungs- und Entsorgungskosten auf. Ob ein konkretes Angebot passt, entscheidet sich jedoch auch an den Einschränkungen: Besonders die 5.000-Euro-Grenze bei grober Fahrlässigkeit, die Maschinenschadenregelung und die Anforderungen beim unbemannten Liegen vor offener Küste sollten zur geplanten Nutzung passen. Im NauticAssure-Vergleichsrechner kannst du Bootsversicherungen verschiedener Anbieter kostenlos berechnen und nebeneinanderstellen.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Über den Autor

Jonathan Posselt

Geschäftsführer NauticAssure GmbH

Jonathan Posselt ist Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und seit mehr als 15 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Er ist gefragter Redner auf Fachmessen und Branchenveranstaltungen. Seit der Gründung ist er Geschäftsführer von NauticAssure und schreibt über Charterversicherungen, digitale Prozesse und die praktischen Fragen rund um den Törn.