Versicherer & TarifeAktualisiert am 25. September 2026 · 14 Min. Lesezeit

Pantaenius Bootsversicherung: Leistungen, Kosten und Alternativen im Überblick

Kurz erklärt

Die Pantaenius Bootsversicherung besteht aus drei eigenständigen Verträgen: Yachtkasko, Yachthaftpflicht und Insassenunfallversicherung. Die Kasko ist als Allgefahrendeckung ausgestaltet, arbeitet mit einer verbindlichen Festen Taxe auf Neuwertbasis, schließt den Einwand der Unterversicherung aus und ersetzt Reparaturen ohne Abzüge „neu für alt“. Wichtige Grenze: Auf Kürzungen wegen grober Fahrlässigkeit verzichtet Pantaenius nur bei einer Gesamtschadenhöhe bis 10.000 Euro. Einen pauschalen Preis gibt es nicht – über NauticAssure kannst du ein individuelles Pantaenius-Angebot anfordern und direkt mit anderen Bootsversicherern vergleichen.

Pantaenius gehört zu den bekanntesten Spezialisten für Yachtversicherungen. Doch was leisten Kasko, Haftpflicht und Insassenunfallversicherung konkret? Wie verbindlich ist die Feste Taxe? Und wo liegen die Grenzen, die man vor dem Abschluss kennen sollte?

Wir haben uns die Pantaenius Yacht Conditions genau angesehen und die wichtigsten Regelungen verständlich zusammengefasst.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag erläutert die englischsprachigen Pantaenius Yacht Conditions (PYC) mit der Kennzeichnung 08/2018. Ergänzende Angaben von der deutschen Pantaenius-Website sind ausdrücklich als Anbieterinformationen gekennzeichnet. Über NauticAssure können unter anderem Angebote von Pantaenius angefordert und mit anderen Versicherern verglichen werden. Maßgeblich für den Versicherungsschutz sind immer die konkret vereinbarten Bedingungen, der Versicherungsschein und mögliche Zusatzvereinbarungen.

Was ist die Pantaenius Bootsversicherung?

Unter der Bezeichnung Pantaenius Bootsversicherung werden verschiedene Absicherungen rund um das eigene Boot oder die eigene Yacht angeboten. Die ausgewerteten Bedingungen enthalten drei eigenständige Versicherungsbereiche:

VersicherungWofür ist sie gedacht?
YachtkaskoversicherungSchäden und Verluste am versicherten Boot sowie an mitversicherten Gegenständen
YachthaftpflichtversicherungGesetzliche Haftpflichtansprüche wegen Schäden, die im Zusammenhang mit dem Eigentum und Gebrauch des versicherten Bootes entstehen
Yacht-InsassenunfallversicherungVereinbarte Leistungen bei Unfällen im Zusammenhang mit der Bootsnutzung, insbesondere bei Invalidität oder Tod

Die Bootskasko schützt damit das eigene Boot, während die Bootshaftpflicht Ansprüche geschädigter Dritter betrifft. Die Unfallversicherung ergänzt diese Absicherung um personenbezogene Leistungen. Wichtig: Es handelt sich um eigenständige Verträge – eine Leistung ist nur versichert, wenn der entsprechende Baustein tatsächlich abgeschlossen wurde.

Für Eigner, die zusätzlich gelegentlich chartern, ist außerdem interessant: Die Yachthaftpflicht enthält unter bestimmten Voraussetzungen eine Skipperhaftpflicht für eine andere, persönlich gecharterte oder gemietete Yacht. Das ist jedoch nicht mit einem vollständigen Charterversicherungspaket gleichzusetzen.

Was deckt die Pantaenius Bootskasko ab?

Die Pantaenius Yachtkasko ist in den ausgewerteten Bedingungen als Allgefahrendeckung ausgestaltet. Der Versicherungsschutz erfasst grundsätzlich die Gefahren, denen die versicherten Sachen während der Vertragslaufzeit ausgesetzt sind. Dabei gelten die vertraglichen Ausschlüsse und Einschränkungen. Wie eine Yacht-Kaskoversicherung grundsätzlich funktioniert, erklären wir in einem eigenen Ratgeber.

Versichert sind das im Versicherungsschein bezeichnete Boot, seine Maschinenanlage, technische Ausrüstung, Einrichtung, Beiboote und Zubehör. Auch dauerhaft zugehörige Lagerböcke und ein im Versicherungsschein genannter Trailer gehören zum beschriebenen Versicherungsumfang. Persönliche Effekten an Bord sind bis 5.000 Euro je Versicherungsfall mitversichert.

Sind Winterlager, Werftaufenthalte und Transporte versichert?

Der Kaskoschutz besteht auch während üblicher Aufenthalte außerhalb des Wassers, beispielsweise im Winterlager oder in einer Werft. Das Herausnehmen aus dem Wasser und das Zuwasserlassen sind ebenfalls erfasst.

Für Land- und Flusstransporte sowie Fährtransporte des Bootes auf einem Trailer sehen die Bedingungen Versicherungsschutz innerhalb Europas beziehungsweise eines entsprechend größeren vereinbarten Fahrtgebietes vor. Voraussetzung ist unter anderem ein geeignetes Transportmittel.

Für den Seetransport des Bootes besteht dagegen eine besondere Regelung: Hier greift die Kasko unter den genannten Voraussetzungen ergänzend zu einer gesonderten Transportversicherung; deren Selbstbeteiligung wird nicht übernommen.

Welche zusätzlichen Kosten übernimmt die Kasko?

Neben dem eigentlichen Bootsschaden enthalten die PYC mehrere Kostenpositionen, die bei einer Havarie relevant werden können:

LeistungRegelung in den ausgewerteten PYC
Bergung, Hilfeleistung und SchadenminderungErstattung erforderlicher beziehungsweise nach den Bedingungen angemessener Aufwendungen; keine Anrechnung auf die Versicherungssumme
Wrackbeseitigung und EntsorgungErstattung notwendiger Kosten zusätzlich zur Versicherungssumme
Hilfe in einer NotfallsituationBis 10.000 Euro, beispielsweise für das Schleppen zur nächstgelegenen Reparaturmöglichkeit
Inspektion nach GrundberührungErstattung der notwendigen Untersuchungskosten
Unterkunft oder RückreiseUnter Voraussetzungen insgesamt bis 5.000 Euro, wenn das Boot infolge eines versicherten Schadens während einer Reise unbewohnbar wird

Die Kostenregelungen unterscheiden damit ausdrücklich zwischen einer Bergung beziehungsweise Schadenminderung und einer Pannenhilfe ohne unmittelbar drohenden versicherten Bootsschaden.

Bei der Notfallhilfe können beispielsweise die Lieferkosten für Treibstoff, Öl, Batterien oder Ersatzteile übernommen werden. Der Treibstoff und die Ersatzteile selbst sind über diese Kostenposition nicht versichert. Für Übernachtungen gilt eine zusätzliche Grenze von 150 Euro pro Person und Nacht für höchstens sieben Tage.

Bedeutet Allgefahrendeckung, dass jeder Schaden versichert ist?

Nein. Auch die Pantaenius Bootskasko enthält Ausschlüsse.

Bei Konstruktions-, Herstellungs- und Materialfehlern sowie normaler Abnutzung, Korrosion, Rost und Elektrolyse ist grundsätzlich der Schaden am unmittelbar betroffenen Teil ausgeschlossen. Daraus entstehende Schäden an anderen versicherten Teilen können dagegen im Rahmen der übrigen Bedingungen gedeckt sein. Weitere Einschränkungen betreffen beispielsweise Osmose, bestimmte allmähliche Witterungseinflüsse und das Verlieren oder Überbordfallen loser Gegenstände.

Auch beim Diebstahl kommt es auf die Umstände an. Für einzelne Gegenstände verlangen die Bedingungen beispielsweise einen Einbruch, eine handelsübliche Diebstahlsicherung oder die beschriebene Sicherung am Boot. Der Diebstahl des gesamten Bootes auf einem nicht gegen Diebstahl gesicherten Trailer ist ausgeschlossen.

Wie sind Maschinenschäden versichert?

Die Maschinenanlage gehört zwar zu den versicherten Sachen. Daraus folgt aber keine uneingeschränkte Maschinenversicherung.

Nach den ausgewerteten Grundbedingungen sind Maschinenschäden nur gedeckt, wenn sie auf bestimmte Ursachen zurückgehen. Dazu gehören beispielsweise Unfall, Brand, Kurzschluss, Blitzschlag, Explosion, höhere Gewalt, Diebstahl und Vandalismus. Ein technischer Defekt ist deshalb nicht allein dadurch versichert, dass die Maschine zum Boot gehört.

Ergänzende Anbieterinformation: Auf seiner deutschen Website bewirbt Pantaenius einen optionalen „Motorschutz Plus“ für Maschinenanlagen bis zu einem Alter von zehn Jahren. Dieser erweitert den Schutz unter anderem bei Material-, Konstruktions- und Bedienungsfehlern. Eine solche Erweiterung ist vom beschriebenen Grundschutz zu unterscheiden und muss im konkreten Angebot berücksichtigt werden.

Feste Taxe bei Pantaenius: Was wird im Totalschaden bezahlt?

Die Feste Taxe ist ein wesentliches Merkmal der Pantaenius Yachtkasko.

Die ausgewerteten Bedingungen definieren den Versicherungswert auf Neuwertbasis und behandeln den im Versicherungsschein festgelegten Wert als verbindlich vereinbarten Versicherungswert. Der Einwand der Unterversicherung ist ausdrücklich ausgeschlossen. Bei einem versicherten Totalschaden wird grundsätzlich diese Feste Taxe zugrunde gelegt. Das gilt auch für einen wirtschaftlichen Totalschaden, wenn die erforderlichen Wiederherstellungskosten die Feste Taxe übersteigen.

Pantaenius erläutert ergänzend auf seiner deutschen FAQ-Seite, dass die vereinbarte Versicherungssumme bei einem Totalverlust aufgrund ihrer Neuwertbasis nicht angefochten werden kann.

Bedeutet Feste Taxe automatisch eine Auszahlung ohne jeden Abzug?

Nicht uneingeschränkt. Die verbindliche Bewertung des Bootes muss von weiteren Entschädigungsregeln unterschieden werden.

Die PYC sehen vor, dass ein erzielbarer Restwert bei der Entschädigung berücksichtigt wird. Außerdem wird Umsatzsteuer nur ersetzt, soweit sie bei der gewählten Schadenbeseitigung tatsächlich angefallen ist. Bei einer entsprechenden Vorsteuerabzugsberechtigung erfolgt keine Erstattung der Umsatzsteuer.

Die entscheidende Unterscheidung lautet deshalb: Kein Zeitwertabzug wegen des Alters des Bootes bedeutet nicht, dass sämtliche weiteren vertraglichen Berechnungsregeln entfallen.

Wie unterschiedlich die Feste Taxe bei verschiedenen Anbietern ausgestaltet sein kann, zeigt zum Beispiel unser Ratgeber zur ADAC Wassersportversicherung.

Verzichtet Pantaenius auf Abzüge „neu für alt“?

Ja. Bei versicherten Teilschäden werden die notwendigen Wiederherstellungskosten nach den ausgewerteten Bedingungen ohne Abzüge „neu für alt“ ersetzt.

Werden bei einer versicherten Reparatur ältere Bauteile durch neue ersetzt, erfolgt damit kein entsprechender Altersabzug. Voraussetzung bleibt allerdings, dass der Schaden selbst versichert ist. Die Klausel macht beispielsweise einen ausgeschlossenen Verschleißschaden nicht nachträglich zu einem versicherten Schaden.

Grobe Fahrlässigkeit bei Pantaenius: Welche Grenze gilt?

Die ausgewerteten Kaskobedingungen enthalten einen begrenzten Verzicht auf Leistungskürzungen wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls.

Bei einer Gesamtschadenhöhe bis 10.000 Euro wird der Einwand der groben Fahrlässigkeit nicht erhoben. Bei höheren Schäden kann der Versicherer seine Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens kürzen.

Wichtig ist dabei die Bezugsgröße: Die 10.000 Euro beziehen sich auf die Gesamtschadenhöhe. Die Klausel verspricht nicht, dass bei jedem größeren Schaden automatisch die ersten 10.000 Euro unabhängig von grober Fahrlässigkeit ungekürzt ausgezahlt werden.

Außerdem betrifft diese Regelung die Herbeiführung des Schadens. Für die Verletzung vertraglicher Pflichten, etwa bei der Schadenmeldung oder Schadenaufklärung, enthalten die PYC gesonderte Bestimmungen. Ein pauschaler Verzicht auf sämtliche Folgen grob fahrlässigen Verhaltens lässt sich daraus nicht ableiten.

Für den Tarifvergleich sollte nicht nur „grobe Fahrlässigkeit mitversichert“ erfasst werden, sondern auch die konkrete Schadenhöchstgrenze und der Gegenstand des Verzichts. Gerade bei hochwertigen Yachten kann dieser Unterschied im Schadenfall erheblich sein.

Welche Selbstbeteiligung gilt bei der Pantaenius Bootskasko?

Grundsätzlich gilt die im Versicherungsschein vereinbarte Selbstbeteiligung je Schadenfall. Für Schäden an Beibooten, Trailern und Lagerböcken nennen die ausgewerteten PYC abweichend eine Selbstbeteiligung von 300 Euro.

Bei verschiedenen Ereignissen entfällt die Selbstbeteiligung. Dazu gehören unter anderem:

  • der Totalverlust des versicherten Bootes
  • Einbruchdiebstahl
  • Schäden an persönlichen Effekten
  • Schäden durch Brand oder Blitzschlag
  • eine ausschließlich von einem Dritten verursachte Kollision mit dem stillliegenden Boot

Für die beschriebenen Leistungen zu Transport, Bergung und Wrackbeseitigung, Notfallhilfe, Inspektion nach Grundberührung sowie Unterkunftskosten entfällt die Selbstbeteiligung ebenfalls. Ein Vergleich allein anhand der regulären Kasko-Selbstbeteiligung bildet den tatsächlichen Eigenanteil deshalb nicht vollständig ab.

Was deckt die Pantaenius Yachthaftpflicht ab?

Die Yachthaftpflicht schützt den Versicherungsnehmer und mitversicherte Personen vor gesetzlichen Haftpflichtansprüchen wegen Personen-, Sach- und Vermögensschäden im Zusammenhang mit dem Eigentum und Gebrauch des versicherten Bootes.

Mitversichert sind unter anderem der gegebenenfalls abweichende Eigentümer sowie berechtigte Schiffsführer, Crewmitglieder und Gäste. Unter den beschriebenen Voraussetzungen gilt das auch für Personen, die zugehörige Beiboote, Wassersportgeräte oder Tauchausrüstung benutzen.

Der Versicherer prüft die Haftungsfrage, wehrt unberechtigte Ansprüche ab und übernimmt berechtigte Ansprüche im vereinbarten Umfang. Die konkreten Versicherungssummen je Schadenereignis und die Jahreshöchstleistung ergeben sich aus dem Versicherungsschein. Die ausgewerteten Bedingungen nennen dafür keine einheitliche, für jeden Vertrag geltende Millionensumme.

Welche zusätzlichen Haftpflichtrisiken sind berücksichtigt?

Zum beschriebenen Umfang gehören bestimmte Gewässerschäden und die Nutzung zugehöriger Wassersportgeräte und Tauchausrüstung. Auch Such- und Rettungskosten durch das versehentliche Auslösen bestimmter Seenotrettungsmittel können versichert sein, sofern die Kosten nicht anderweitig erstattet werden. Eine Trailerhaftpflicht setzt eine gesonderte Vereinbarung und weitere Voraussetzungen voraus.

Gibt es eine Forderungsausfalldeckung?

Ja. Die Bedingungen enthalten eine Forderungsausfalldeckung für bestimmte Personen- und Sachschäden, wenn ein Dritter haftet, der Anspruch gegen ihn aber nicht durchgesetzt werden kann.

Dafür ist unter anderem ein vollstreckbarer Titel oder ein entsprechendes notarielles Schuldanerkenntnis erforderlich. Außerdem muss die Vollstreckung erfolglos oder aussichtslos sein. Schäden unter 1.000 Euro, vorsätzlich verursachte Schäden und Fälle mit einer vorrangigen anderweitigen Leistungspflicht sind ausgeschlossen.

Auch Ansprüche zwischen den versicherten Personen sind nicht uneingeschränkt gedeckt. Beispielsweise schließen die PYC Sach- und Vermögensschadenansprüche des Versicherungsnehmers oder Eigentümers gegen mitversicherte Personen aus.

Ist eine Skipperhaftpflicht bei Pantaenius enthalten?

Die ausgewertete Yachthaftpflicht enthält eine Skipperhaftpflicht für den Versicherungsnehmer als natürliche Person, wenn dieser persönlich ein anderes Boot chartert oder mietet und selbst als Skipper führt. Voraussetzung ist eine nicht gewerbliche Nutzung; Crewmitglieder sind im beschriebenen Umfang mitversichert.

Wer regelmäßig chartert oder keine eigene Yacht versichert hat, braucht dafür eine eigenständige Skipperhaftpflicht. Wann sich das lohnt und was sie genau abdeckt, erklären wir im Ratgeber Skipperhaftpflicht: Wann du sie brauchst.

Sind Schäden an der gecharterten Yacht versichert?

Für Schäden an der gecharterten Yacht oder ihrer Ausrüstung gelten besondere Voraussetzungen.

Die entsprechende Deckung greift nach den PYC nur bei Haftpflichtansprüchen aufgrund grober Fahrlässigkeit. Diese muss auf dem in den Bedingungen beschriebenen Weg festgestellt beziehungsweise durch eine vom Versicherer anerkannte Vereinbarung bestätigt sein. Für solche Schäden gilt eine Selbstbeteiligung von 2.500 Euro. Eine pauschale Deckung sämtlicher Beschädigungen des Charterbootes besteht damit nicht – dafür ist eine Charter-Kautionsversicherung gedacht.

Ist Charterausfall mitversichert?

Berechtigte Ansprüche wegen nachgewiesener Einnahmeausfälle aus nachfolgenden Charterreisen können bis 20.000 Euro versichert sein.

Vorausgesetzt wird unter anderem, dass die betroffenen Charterverträge zum Schadenzeitpunkt bereits gebucht und bezahlt waren, ein Wechsel auf eine andere Yacht nicht möglich ist und die Reparatur länger als drei Tage dauert.

Für diese Skipperhaftpflicht gilt außerdem ausdrücklich der Vorrang anderer Versicherungen: Sie leistet nur, soweit keine Leistung aus einem anderen Versicherungsvertrag beansprucht werden kann, insbesondere aus einer bestehenden Wassersporthaftpflicht der Charteryacht.

Was leistet die Pantaenius Insassenunfallversicherung?

Die Insassenunfallversicherung ist ein separat abzuschließender Versicherungsbereich. Sie erfasst nach den ausgewerteten PYC Unfälle im Zusammenhang mit der Nutzung des versicherten Bootes und seiner Beiboote.

Dazu zählen unter anderem private Fahrten und Regatten, Aufenthalte im Hafen, bestimmte Arbeiten am Boot sowie Landgänge von höchstens 48 Stunden. Auch Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen und die Nutzung zugehöriger Wassersportgeräte können im Zusammenhang mit der Bootsnutzung versichert sein.

Die Leistungen bei Invalidität oder Tod richten sich nach den vereinbarten Versicherungssummen. Dabei gilt ein Pauschalsystem: Die vereinbarte Gesamtsumme wird auf die versicherten Personen an Bord verteilt, begrenzt durch den vereinbarten Höchstbetrag je Person. Eine hohe Gesamtversicherungssumme ist deshalb nicht automatisch die Versicherungssumme jedes einzelnen Crewmitglieds.

Weitere Leistungen betreffen unter anderem Such- und Rettungskosten sowie unfallbedingte Krankentransportkosten mit den jeweils geregelten Grenzen bis 50.000 Euro. Für diese zusätzlichen Kostenleistungen gelten eigene Voraussetzungen und Regelungen zum Vorrang anderer Leistungspflichtiger; Suchkosten werden dabei schiffsbezogen begrenzt.

Bei einer zusätzlich gecharterten Yacht ist die Unfallversicherung enger gefasst: Der Versicherungsnehmer muss sie selbst als Skipper führen. Charterverträge von mehr als zwei Wochen, gewerbliche Charterreisen und die Teilnahme an Regatten oder Rennen sind über diese Erweiterung ausgeschlossen.

In welchen Fahrtgebieten gilt die Pantaenius Bootsversicherung?

Für die Yachtkasko und die Yachthaftpflicht gilt grundsätzlich das im Versicherungsschein vereinbarte Fahrtgebiet. Eine pauschale weltweite Deckung für das eigene Boot lässt sich aus den PYC nicht ableiten.

Ein gelegentliches und ungeplantes Überschreiten des Fahrtgebietes ist zwar mitversichert, muss dem Versicherer aber unverzüglich gemeldet werden. Dieser kann dafür einen angemessenen Mehrbeitrag verlangen. Für geplante Reisen sollte daher vorher geprüft werden, ob die gesamte Route vom Vertrag erfasst wird.

Anders ist es bei der beschriebenen Skipperhaftpflicht und der Insassenunfallversicherung: Hier sehen die Bedingungen grundsätzlich einen weltweiten Geltungsbereich vor, jeweils innerhalb des geregelten Versicherungsumfangs und unter Beachtung der Ausschlüsse.

Was kostet die Pantaenius Bootsversicherung?

Einen pauschalen Jahresbeitrag für die Pantaenius Bootsversicherung gibt es nicht. Der Preis wird individuell für das jeweilige Boot berechnet und hängt unter anderem von der Kasko-Versicherungssumme, der gewünschten Haftpflichtdeckung, dem Fahrtgebiet, der Nutzung, der Selbstbeteiligung und möglichen Zusatzbausteinen wie dem Motorschutz Plus ab.

Über den NauticAssure-Vergleichsrechner kannst du ein individuelles Pantaenius-Angebot anfordern – und es direkt mit den Tarifen anderer spezialisierter Bootsversicherer vergleichen. So siehst du nicht nur, was Pantaenius für dein Boot kostet, sondern auch, wie sich Beitrag und Leistungen im Marktvergleich einordnen.

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Für einen aussagekräftigen Preisvergleich sollten Angebote möglichst auf derselben Grundlage eingeholt werden: mit gleicher Kasko-Versicherungssumme, vergleichbarer Haftpflichtdeckung, identischem Fahrtgebiet und derselben Nutzung.

Auch die Selbstbeteiligungen und mögliche Zusatzvereinbarungen sollten nebeneinanderstehen. Ein Angebot mit zusätzlichem Maschinenschutz ist beispielsweise nicht ohne Weiteres mit einem Angebot vergleichbar, das ausschließlich die Grundbedingungen enthält.

Entscheidend ist deshalb nicht nur: „Was kostet Pantaenius?“, sondern auch: „Welche Leistungen und Einschränkungen gelten für genau diesen Beitrag?“

Wer ist der Versicherer hinter Pantaenius?

Pantaenius ist bei den hier betrachteten Yachtversicherungen nicht mit dem eigentlichen Risikoträger gleichzusetzen.

Nach den Angaben im deutschen Impressum ist die Pantaenius GmbH als Versicherungsvertreter registriert. Das Unternehmen entwickelt eigene Deckungskonzepte und setzt diese mit einzelnen Versicherern oder Versichererkonsortien um.

Die Versichererübersicht mit Stand September 2026 führt beispielsweise AIG Europe S.A. und Allianz Global Corporate & Specialty SE auf. Daraus ergibt sich jedoch nicht, dass diese Gesellschaften automatisch an jedem Pantaenius-Vertrag beteiligt sind.

Welche Versicherer den konkreten Vertrag tragen und wie sie beteiligt sind, ergibt sich aus den individuellen Unterlagen. Bei mehreren beteiligten Versicherern sehen die PYC eine Haftung entsprechend den jeweiligen Anteilen vor.

Pantaenius Bootsversicherung vergleichen: Worauf kommt es an?

Bei einem Vergleich sollten die vertraglich zugesagten Leistungen im Mittelpunkt stehen – nicht nur die Bezeichnung eines Merkmals. Für ein Pantaenius-Angebot und mögliche Alternativen sind insbesondere diese Fragen sinnvoll:

VergleichspunktDie entscheidende Frage
Feste TaxeWie verbindlich ist der vereinbarte Versicherungswert, und welche weiteren Entschädigungsregeln gelten?
ReparaturenGibt es Altersabzüge oder besondere Grenzen für einzelne Bauteile?
Grobe FahrlässigkeitGilt der Verzicht vollständig oder nur bis zu einer bestimmten Gesamtschadenhöhe?
MaschinenanlageWelche Schadenursachen sind gedeckt, und ist eine Erweiterung vereinbart?
Bergung und NotfallhilfeWelche Kostenarten sind versichert, mit welchen Grenzen und Selbstbeteiligungen?
Fahrtgebiet und NutzungPassen Route, Liegeplatz, private Nutzung und mögliche Charteraktivitäten zum Vertrag?
SkipperhaftpflichtWelche Schäden am Charterboot sind erfasst, und welche Versicherungen müssen zuerst leisten?

Ein sinnvoller Vergleich stellt damit nicht nur Beiträge gegenüber, sondern prüft, welche Absicherung zur konkreten Yacht und ihrer Nutzung passt.

Pantaenius und andere Bootsversicherer mit NauticAssure vergleichen

Mit NauticAssure kannst du Angebote verschiedener spezialisierter Bootsversicherer nebeneinanderstellen – Pantaenius ist einer davon. Im Bootsversicherungsvergleich findest du unter anderem auch Gothaer, Yacht-Pool, Schomacker und Sealogy. Weitere Anbieter im Detail: unsere Ratgeber zur NAUTIMA Bootsversicherung und zur ADAC Wassersportversicherung.

Vergleiche dabei nicht nur die Jahresprämie, sondern auch Feste Taxe, Maschinenschutz, grobe Fahrlässigkeit und deinen tatsächlichen Eigenanteil im Schadenfall.

Bootsversicherung berechnen – Pantaenius im Vergleich

In wenigen Schritten zum individuellen Angebot: Vergleiche Pantaenius mit anderen Bootsversicherern nach Beitrag, Deckung, Selbstbeteiligung und Fahrtgebiet.

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Pantaenius Bootsversicherung kündigen: Welche Frist gilt?

Nach den ausgewerteten PYC wird der Vertrag für ein Jahr abgeschlossen. Er verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres in Textform gekündigt wird.

Beim Verkauf des Bootes gelten besondere Regelungen: Der Vertrag endet mit dem Eigentumsübergang. Dieser Zeitpunkt muss dem Versicherer unter Beifügung des Kaufvertrags mitgeteilt werden, damit eine anteilige Beitragserstattung berechnet werden kann.

Du überlegst zu wechseln? Hol dir rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist Vergleichsangebote im NauticAssure-Bootsrechner ein, damit zwischen altem und neuem Vertrag keine Deckungslücke entsteht.

Fazit

Die Pantaenius Yachtkasko verbindet eine verbindliche Feste Taxe auf Neuwertbasis mit dem Verzicht auf Abzüge „neu für alt“ und mehreren Kostenleistungen zusätzlich zum eigentlichen Bootsschaden; für bestimmte Ereignisse und Kostenpositionen entfällt außerdem die Selbstbeteiligung. Gleichzeitig bleiben wichtige Grenzen: Der Verzicht auf Kürzungen wegen grob fahrlässiger Schadenverursachung gilt nur bis 10.000 Euro Gesamtschadenhöhe, und die Maschinenanlage ist im Grundschutz nur gegen bestimmte Schadenursachen versichert. Ob das Angebot zur eigenen Yacht passt, lässt sich am besten im direkten Vergleich beurteilen – über NauticAssure kannst du ein Pantaenius-Angebot anfordern und es mit Alternativen anderer Bootsversicherer gegenüberstellen.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Über den Autor

Jonathan Posselt

Geschäftsführer NauticAssure GmbH

Jonathan Posselt ist Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und seit mehr als 15 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Er ist gefragter Redner auf Fachmessen und Branchenveranstaltungen. Seit der Gründung ist er Geschäftsführer von NauticAssure und schreibt über Charterversicherungen, digitale Prozesse und die praktischen Fragen rund um den Törn.