CharternAktualisiert am 18. September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Charterversicherung: Diese Policen brauchst du wirklich für deinen Törn

Kurz erklärt

Für die meisten Charterurlaube sind drei Policen relevant: die Skipperhaftpflicht für Schäden an Dritten, eine Kautionsversicherung, die deine Selbstbeteiligung gegenüber dem Vercharterer absichert, sowie eine Reiserücktrittsversicherung für den Fall, dass der Törn nicht stattfinden kann. Reisekranken- und Gepäckschutz ergänzen den Schutz sinnvoll.

Wer eine Yacht chartert, unterschreibt beim Vercharterer in der Regel einen Übernahmevertrag mit Selbstbeteiligung – häufig mehrere Tausend Euro. Welche Versicherungen diesen Betrag absichern und welche zusätzlich sinnvoll sind, zeigt dieser Überblick.

Skipperhaftpflicht: in vielen Charterrevieren Pflicht

Die Skipperhaftpflicht greift, wenn du mit der gecharterten Yacht einen Schaden an Dritten verursachst – etwa an einer fremden Yacht, einem Steg oder einer Person. Viele Vercharterer und Charterbasen verlangen vor der Übergabe einen Nachweis über eine ausreichende Deckungssumme.

Was die Police typischerweise abdeckt

  • Personen- und Sachschäden an Dritten
  • Schäden an Steganlagen und Hafeneinrichtungen
  • Mitversicherte Crewmitglieder
  • Weltweite Geltung, auch außerhalb Europas

Kautionsversicherung: Selbstbeteiligung absichern

Beim Chartervertrag hinterlegst du meist eine Kaution zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Kommt es zu einem Schaden, wird dieser Betrag einbehalten – unabhängig davon, wer den Schaden verursacht hat. Eine Kautionsversicherung erstattet dir diese Selbstbeteiligung im Schadenfall.

Prüfe vor der Buchung, ob die Kautionshöhe im Chartervertrag mit der Deckungssumme deiner Kautionsversicherung übereinstimmt – sonst bleibt eine Lücke offen.

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Reiserücktritt und Reiseabbruch: wenn der Törn ausfällt

Wird der Törn kurzfristig storniert – etwa wegen Krankheit, eines Unfalls oder eines beruflichen Termins – trägst du ohne Versicherung die vollen Stornokosten. Eine Reiserücktrittsversicherung übernimmt diese Kosten, eine Reiseabbruchversicherung greift, wenn der Urlaub bereits begonnen hat.

Sinnvolle Ergänzungen

Je nach Revier und Reisedauer lohnen sich zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung sowie ein Gepäckschutz. Innerhalb der EU übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung zwar Basisleistungen, ein Rücktransport im Notfall ist damit aber häufig nicht abgedeckt.

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Fazit

Ein vollständiger Charterschutz besteht selten aus einer einzelnen Police, sondern aus einer Kombination: Skipperhaftpflicht und Kautionsversicherung sichern die Yacht ab, Reiserücktritt und Reisekranken schützen dich und deine Crew. Ein unabhängiger Vergleich zeigt, welche Kombination für deinen Törn sinnvoll ist.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Über den Autor

Jonathan Posselt

Geschäftsführer NauticAssure GmbH

Jonathan Posselt ist Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und seit mehr als 15 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Er ist gefragter Redner auf Fachmessen und Branchenveranstaltungen. Seit der Gründung ist er Geschäftsführer von NauticAssure und schreibt über Charterversicherungen, digitale Prozesse und die praktischen Fragen rund um den Törn.